Tierbrett

Tierbrett

Die in der Familie aufgewachsenen Kinder nehmen zunehmend deutlicher ein verändertes Bild der Familie wahr: Neuverteilung von Zuwendung, Rollendiffusion, Infragestellung bisheriger familiärer Werte und Normen, und damit verbunden: Unsicherheit, Angst, Eifersucht, Neid u.ä.. Das Bemühen, an dem auch die leiblichen Kinder lebhaft beteiligt sind, wieder ein Gleichgewicht herzustellen, stellt einen immensen Anspruch an die Fachfamilie dar.

Die Beziehung zwischen den eigenen und den aufgenommenen Kindern ist lange wesentlich geprägt durch Auseinandersetzungsprozesse um die Geltung und Bedeutung familialer Strukturen, Werte und Normen. Dem Familienverständnis (Rollen ,Positionen, Funktionen, Bedeutungen) der eigenen Kinder stehen Verständnis und Verhalten der aufgenommenen Kinder gegenüber.

Grenzen

Die Grenzen eines Systems bestimmen sich durch die Regeln, die definieren, wer in welcher Form zu einem System, bzw. Subsystem dazugehört.” S. Minuchin

Grenzen haben die Funktion die Differenzierung des Systems aufrechtzuerhalten und so auch die Funktionen eines jeden einzelnen Mitglieds zu gewährleisten. Bezogen auf die familialen Subsysteme Eltern-Paar-Geschwister kann die Erfüllung der Funktionen nur dann gelingen, wenn sich die unterschiedlichen Subsysteme durch Regeln voneinander unterscheiden. So sind die Generationengrenzen für die Funktionalität einer Familie von großer Bedeutung. Diese Grenzen ergeben sich vor allem aus der Anerkennung und Einhaltung von Unterschieden in elterlichen und kindlichen Rollen und aus den Interaktionsregeln des elterlichen und kindlichen Subsystems

Grenzen haben die Funktion die Differenzierung des Systems aufrechtzuerhalten und so auch die Funktionen eines jeden einzelnen Mitglieds zu gewährleisten. Bezogen auf die familialen Subsysteme Eltern-Paar-Geschwister kann die Erfüllung der Funktionen nur dann gelingen, wenn sich die unterschiedlichen Subsysteme durch Regeln voneinander unterscheiden. So sind die Generationengrenzen für die Funktionalität einer Familie von großer Bedeutung. Diese Grenzen ergeben sich vor allem aus der Anerkennung und Einhaltung von Unterschieden in elterlichen und kindlichen Rollen und aus den Interaktionsregeln des elterlichen und kindlichen Subsystems.

Die Herausnahme eines Kindes aus seiner Familie signalisiert bereits deutlich Schwierigkeiten im Umgang mit Grenzen, sei es: zu enge Grenzen; zu weite Grenzen; Grenzenlosigkeit oder massive Grenzverletzungen. Die Aufnahme eines Kindes verändert so unweigerlich die inneren und äußeren Grenzen des Familiensystems: althergebrachte Strukturen und Muster werden vom Kind vorerst auf das neue System angewendet und beanspruchen unweigerlich die gewohnten Grenzen bis hin zu Intoleranzen.

Eine wesentliche Veränderung geschieht dabei auf der Kinderebene, denn dem bisherigen Subsystem: Kinder wird ein weiteres Subsystem: Kind(er) hinzugefügt. Da Systeme dazu tendieren, ihr Gleichgewicht, ihre Ordnung zu erhalten, werden die Mitglieder beider Systeme zunächst einmal versuchen, ihre Strukturen und Erwartungen auf das neu zusammengesetzte System zu übertragen um für sich Stabilität und Sicherheit zu gewinnen. Dies führt unweigerlich zu Konflikten im neuen Familiensystem, die solange anhalten, bis sich die unterschiedlichen Systeme zu einem neuen Beziehungsgefüge zusammengefunden haben.