Familienbrett

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Tierbrett

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so ist dennoch festzustellen, dass in diesem Arbeitsfeld viele Anreize und auch der Raum vorhanden sind, vielfältige Formen der Hilfen für Familien, Eltern und Kindern zu entwickeln, mit dem Ziel, passende Formen der Zusammenarbeit zu schaffen.

Der Idee folgend, dass – auf dem Hintergrund langjähriger Erfahrungen –systemische Therapie bei entsprechender Rahmung, ein wirkungsvolles und gut annehmbares Angebot für Familien, Eltern und Kinder auch im Bereich der Flexiblen Hilfen ist, wurde SYSTEAM 2007 gegründet. Es war und ist vorrangiges Ziel des SYSTEAM mit den KlientInnen Rahmenbedingungen zu schaffen, die therapeutische Prozesse ermöglichen. Dies gestaltet sich jeweils unterschiedlich und erfordert in vielen Fällen Flexibilität, eine hohe Schwingungsfähigkeit und (Aus-)Halten.

Die als dafür notwendig erachteten Rahmenbedingungen und Strukturen werden durch PfK gestellt, und erlauben es, die Mitarbeiter nach systemischer Qualifikation zu entlohnen, und eine Teamkultur aufrecht zu erhalten, die zeitlich und inhaltlich gute Reflexionszeiten bietet; Arbeitsteilung und die zusammenliegenden Räumlichkeiten ermöglichen einen lebendigen Austausch untereinander.

Darauf aufbauend entwickelte sich ein Team für den Bereich der flexiblen, d.h. ambulanten und aufsuchenden Hilfen, das sich zunehmend systemisch qualifizierte und praktische Erfahrungen sammelte. Dieser Entwicklungsprozess hat in den letzten Jahren dazu geführt, dass fast alle Teammitglieder systemisch ausgebildet sind, die meisten haben eine systemisch-therapeutische Ausbildung. Innerhalb der großen Klammer: systemisches Denken und Handeln, bestehen vielfältige unterschiedliche Kompetenzen. Im Team sind SozialarbeiterInnen, PsychologInnen, HeilpädagogInnen vertreten, einige verfügen über weitere Qualifikationen wie Kinder-JugendlichentherapeutInnen, Klettertrainer u.a.m..

Diese Entwicklung war aber auch nur durch das Interesse des Jugendamts Hürth an unserer Arbeit möglich, so dass sich über die Jahre eine für beide Seiten erfolgreiche Kooperation entwickeln konnte. Darüber hinaus arbeiten wir eng mit der Stadt Wesseling zusammen, ebenso mit anderen Jugenämtern im südlichen Rhein-Erft-Kreis und auch darüber hinaus.

All unsere Leistungsvereinbarungen sind mit der Stadt Hürth geschlossen. Projekte werden von einer gemeinsamen Steuerungsgruppe geführt, jährlich findet ein gemeinsamer Qualitätsdialog statt.

Die Auswertungen im Qualitätsdialog ergeben folgendes Bild:

  •  Unterbringungen/Inobhut 5-6%
  •  Rückführungen 30-40%

Mit wem arbeiten wir aufsuchend und ambulant ? Wir arbeiten in unterschiedlichen Settings mit 75-80 Familien zusammen.  Auswertungen zeigen:

  •  50 – 55% der Familien, mit denen eine Zusammenarbeit besteht, wird von Alleinerziehenden – in der Regel Frauen – geführt.
  •  15-20% Kernfamilien
  •  10 % Lebensgemeinschaften
  • 20 % zusammengesetzte Familiensysteme: Stieffamilien, Patchwork,- Pflege,- Adoptionsfamilie

In diesem Rahmen wird mit 120 – 140 Kindern und Jugendlichen zusammen gearbeitet. Zur Situation Alleinerziehender:

  • Jede dritte Alleinerziehende ist psychisch instabil oder ernsthaft erkrankt.
  •  Der Anteil der Kinder unter drei Jahren ist bei den Alleinerziehenden verglichen mit anderen Familienformen hoch.
  • Fast alle Alleinerziehenden und ihre Kinder leben von Hartz IV.
  • die Mehrzahl der Hilfen erfolgt auf Grund mangelhafter Sozialisation der Eltern oder eines Elternteils, psychischer Erkrankung, niedrigem Bildungsstands und niedrigem Einkommen.

Settings:

  • 25 -30 % AFT
  • 30 % Gruppenarbeit
  • 20 – 25 % Einzelsettings
  • 20 % unterschiedliche Settings

Ungefähr 60% unserer Leistungen erbringen wir aufsuchend. In unseren Räumen stehen Gesprächsräume, zwei davon mit Videounterstützung, ein großer Gruppenraum und ein Seminarraum zum Arbeiten zur Verfügung, die auch im Rahmen der Vernetzung genutzt werden.