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Kinder- und Jugendhilfe

Die Arbeit in der Kinder- und Jugendhilfe bewegt und entwickelt sich grundsätzlich im Rahmen des SGB VIII oder auch KJHG genannt – und dies seit nunmehr 22 Jahren. Die Hinzufügung des Paragraphen 8a hat sicherlich eine Lücke hinsichtlich der Sicherung des Kindeswohles geschlossen –Modifizierungen in Anbetracht der wissenschaftlichen und praktischen Erkenntnisse und Erfahrungen der zurückliegenden Jahrzehnte haben darüber hinaus nicht stattgefunden. Der in den Paragraphen 27– 35 aufgeführte Katalog der Hilfeformen bietet keinen Raum für Neu – oder Weiterentwicklungen, so dass diese eine direkte und transparente Finanzierungsbasis erhalten könnten. Auch ist es –je nachdem wie man tatsächlich arbeitet – schwierig sich mit Leistungsbeschreibungen wie: Erziehungsbeistandschaft, Sozialpädagogische Familienhilfe oder intensive Einzelfallbetreuung zu identifizieren.

Die aktuelle Situation in der Kinder-Jugendhilfe der BRD sei hier nur kurz anhand von Zahlen benannt:

  • 65000 Kinder und Jugendliche leben in stationärer Unterbringung
  • Die Zahl der Inobhutnahmen stieg 2011 um 6 %, d.h. 38.500 Kinder wurden in Obhut genommen ( Stat. Bundesamt )
  •  Der Anteil armutsgefährdeter Kinder liegt insgesamt unverändert bei 15%
  • Kinder von Alleinerziehenden sind häufiger armutsgefährdet
  • Im Jahr 2009 begann für 474 000 Kinder und Jugendliche eine erzieherische Hilfe. Das entspricht einem Anteil von 3,5% an der Bevölkerung bis 17 Jahren.
  • In 62% der Fälle werden den Eltern fehlende Erziehungskompetenzen attestiert. ( Monitor HzE, akjstat 2012 )
  •  Die durchschnittliche Dauer der SPFH liegt bei 15 Monaten. (ebd.)

Erziehungsberatung ist davon die zahlenmäßig bedeutendste Hilfeart. Mit 284.000 Hilfen hat die Erziehungsberatung einen Anteil von 60% an allen erzieherischen Hilfen für Minderjährige.

Nach der Erziehungsberatung ist die Sozialpädagogische Familienhilfe, die von 80.000 Minderjährigen und ihren Eltern in Anspruch genommen wurde, die zweithäufigste ambulante Hilfeart. Der Umfang der SPFH ist im Vergleich zu 1991 um das Siebenfache gestiegen. Demgegenüber ist die Zahl stationärer Unterbringungen von Kindern und Jugendlichen nicht deutlich gesunken.

Auch wenn bis hierhin deutlich erkennbar geworden ist, dass die Rahmenbedingungen für und die gesellschaftlich deklarierten Aufgaben von Sozialarbeit ein eher schwieriges Feld für therapeutische Bemühungen darstellen,