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Methodische Grundlagen der SYSTEAM-Arbeit

Mit Familien – und insbesondere Multiproblemfamilien – zusammenzuarbeiten setzt vor allem ein Denken in Zusammenhängen voraus. Die Probleme und besonderen Auffälligkeiten eines Individuums sind umfassend als Teil eines mehr oder weniger großen Interaktionssystems zu verstehen.

Dabei wird von der Autonomie der Rat- und Hilfesuchenden ausgegangen und diese als „Experten und Expertinnen ihrer selbst“ betrachtet. Individuelles Erleben der Einzelnen wird als subjektive Verarbeitung ihrer lebensgeschichtlichen, affektiven und kognitiven Beziehungserfahrungen verstanden. Systemische Praxis betrachtet eingehend wie Mitglieder sozialer Systeme über Handlungen und Sprache Wirklichkeiten erzeugen und diese über spezifische Muster und Interaktionsprozesse aufrechterhalten. Intrapsychische und interaktionelle Probleme werden nach außen auf die Ebene kommunikativer Muster und Beziehungsstrukturen getragen. Interventionen, die auf derartige Muster günstig einwirken, lösen Veränderungen aus und tragen zur Problemlösung bei. Die Vorgehensweisen sind dabei fallspezifisch, es kann sich um die Anregung und Aktualisierung vorhandener kognitiver und interaktioneller Strukturen, um das Überwinden problematischer Muster oder um eine Entwicklungsförderung handeln.

Auch fürsorgliche und sozialpädagogische Maßnahmen, die an die Ressourcen der Beteiligten anknüpfen um vertretbare Lebenszustände herbeizuführen, gehören zur systemischen Praxis. Die systemische Arbeitsweise stellt so einen sozialen Kontext her, der geeignet ist, die gewünschten Veränderungen zu ermöglichen, sie sucht also nach Bedingungen, mit deren Hilfe die Klienten ihre Ressourcen aktivieren können, um in Selbstorganisation zu ihren Zielen gelangen zu können.

Methodisches Vorgehen

Wesentliches Mittel ist der öffnende Dialog, der den Klienten eine Haltung des Respekts, der Unvoreingenommenheit, des Interesses und der Wertschätzung deutlich macht und allen anderen Arbeitsweisen vorausgeht.

Zur systemischen Methodik lässt sich das gesamte Spektrum des in den vergangenen Jahrzehnten in Familientherapie und systemischer Therapie entstandenen Instrumentariums zählen.

Die systemische Vorgehensweise ist Bestandteil eines interdisziplinären Leistungsangebots, das insbesondere sozialpädagogische, aber auch weitere diagnostische, therapeutische und andere notwendige Leistungen mit einschließt.

Das SYSTEAM stellt eine entsprechende Methodenkompetenz und -vielfalt und gewährleistet damit die Möglichkeit unterschiedlicher Optionen sowohl im Inhalt als auch in der Form. Um die unterschiedlichen Kompetenzen fallgerecht zu koordinieren, kombinierte Hilfesettings anzubieten und gegebenenfalls zu erweitern und zu ergänzen wurde eine Teamkultur entwickelt, die gute Reflexions- und Organisationsmöglichkeiten bietet.