Familienbrett

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Aufsuchende Familientherapie

Es gibt einen besonderen Hilfebedarf für ressourcenschwache Familien, der mit sozialpädagogischen Interventionen nicht gedeckt werden kann, weil er im Kern ein psychotherapeutischer ist. Dieser Bedarf entsteht insbesondere dort, wo Kinder in unterversorgten und unterversorgenden Familien aufwachsen.

Diesen (Multiproblem-)Familien sind in den meisten Fällen bereits unterschiedliche Hilfen über längere Zeiträume angeboten worden, ohne dass kinddienliche Veränderungen bewirkt werden konnten. Die dadurch zunehmende Gefährdung der Kinder – und die damit verbundene drohende Fremdunterbringung – erfordern ein Hilfeangebot, dass die psycho-soziale Disposition insbesondere der Eltern in hohem Grade berücksichtigt. (vgl. Wedekind/Blum-Maurice/Schäfer: Psychotherapie für Arme)

Diesem besonderen Bedarf entspricht die AFT. Die Therapeuten gehen in die Familie, wenn die bisherigen Hilfemaßnahmen an der nicht ausreichend entwickelten Passform der Hilfe und der unterschwelligen Blockade seitens der Eltern, zu scheitern drohen.

Die Aufsuchende Familientherapie findet in vielen Fällen in dem Zwangskontext, dass die Eltern kooperieren müssen um eine Fremdunterbringung ihrer Kinder zu verhindern, statt.

Zielgruppe

  • Familien in chronifizierten Problemsituationen mit anhaltender Belastungs- und Gefährdungssituation für die dort lebenden Kinder.

Ziele

  • Vermeidung von Fremdunterbringung
  • Lockerung und Öffnung des hohen Verstrickungsgrades der Bezugspersonen in destruktiven Mustern
  • Minderung oder Behebung von Beziehungsstörungen und ihren schädlichen Auswirkungen

Kommt eine AFT bereits früh zur Anwendung so kann sie eine Clearing-oder Screeningfunktion erfüllen, die, diagnostisch und indikativ, spezifische Hilfebedarfe und Ressourcen in der Familie feststellt. Die Ergebnisse können ergänzend zu den bis dahin bestehenden Erkenntnissen eine präzise Hilfeplanung unterstützen.