Familienbrett

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Tierbrett

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  •  Leitfaden der SYSTEAM-Arbeit

    Jeder Mensch ist in jedem Augenblick das, was er war und das, was er sein wird.

    (Oscar Wilde)

    Unsere Leistungsangebote beinhalten differenzierte systemische und sozialarbeiterische Leistungen, die es erlauben ein bedarfsgerechtes Hilfeniveau für und mit Kindern, Jugendlichen und ihren Familien zu entwickeln und zur Wirkung zu bringen. Aus der Sicht der Menschen, die unsere Hilfen in Anspruch nehmen, zielt diese Flexibilisierung auf individuell zugeschnittene, und im Zeitablauf dynamische, sich an verändernde Bedarfslagen anpassende Hilfearrangements.

    Leitend für diesen Prozess ist die genaue Orientierung an den Familien, Kindern und Jugendlichen. Ausgehend davon, dass Möglichkeiten in den Klienten und ihrem Erfahrungsgut vorhanden sind und weiter entwickelt werden können, gehen wir daran, gemeinsam mit den Betroffenen Lösungen zu erarbeiten, und zwar auf allen denkbaren Ebenen der Klienten, d.h. intrapsychisch-individuell und interaktionell-systemisch.

    Unser vorrangiges Anliegen ist es, dem Kind/der Familie hilfreiche Leistungen anzubieten, und sie zu ihnen zu bringen. In Zusammenarbeit mit dem Kind/Jugendlichen und seiner Familie werden dann lösungsorientierte Prozesse initiiert, Ressourcen markiert und entwickelt. Resilienzen werden genauer betrachtet und gewürdigt: Wie überstehen Kinder/ Familien trotz widrigster Verhältnisse? Wie schaffen sie es, trotzdem mit sich stellenden Aufgaben zu Rande zu kommen? All dies geschieht mit der Zielsetzung, zunehmende Sicherheit herzustellen und Eigenkompetenz zu fördern. Einhergehend damit ist es den Erziehenden möglich, ihr elterliches Verständnis und Handeln weiter zu entwickeln und kinddienlich zu verändern.

    Dies setzt eine sehr gute, kontinuierliche Fallabklärung, eine genaue Hilfevermittlung und ein gutes »monitoring« dessen, was im Hilfeprozess geschieht, voraus, um gegebenenfalls auch konstruktive Veränderungen vorzunehmen.

    Die Arbeit in und mit Familien beschränkt sich dabei nicht nur auf die Innenwelt der Familien. Unser erweitertes Interesse bezieht sich darauf wie unsere Klienten sich in ihrer Umgebung erfahren: in Rollenmustern, in den räumlichen, sozialen und zeitlichen Strukturen und in den kulturellen Möglichkeiten und sprachlichen Unterschiedlichkeiten. Inwieweit sind sie mit ihrem Umfeld in Kontakt oder von ihm isoliert.

    Zu diesen Lebenswelten gehören auch die unterschiedlichen städtischen/ländlichen Räume oder Szenen, und die dort vorherrschenden Bewältigungs- und Umgangsmuster sowie die daraus resultierenden Wechselwirkungen.

    Anhand dieser Orientierungen können auch niedrigschwellige Unterstützungsmöglichkeiten für Erziehende und Familien im Sozialraum entwickelt und angeboten werden wie z.B.: unterschiedliche Formen der Gruppenarbeit, Projekte in Kooperation mit anderen und die Nutzbarmachung positiver Möglichkeiten und vorhandener Ressourcen im Gemeinwesen.